Im Rahmen unseres Projekts ,,Digitaler Zwilling Haupthafenroute” wurde die Bauwerksprüfung an allen vorgesehenen Objekten erfolgreich abgeschlossen.
Ziel des Projekts war es, mindestens eine Brücke modellbasiert (Level 2) digital zu prüfen, um die Potenziale der modellbasierten Arbeitsweise im realen Einsatz zu evaluieren. Alle weiteren Brücken sollten digital über eine App auf PDF-Plänen lokalisiert und dokumentiert werden (Level 1).
Dieses Ziel wurde übertroffen: Die Veddelkanalbrücke wurde vollumfänglich modellbasiert geprüft. Darüber hinaus erfolgte im Rahmen des Projekts die modellbasierte Bauwerksprüfung an Teilbauwerken der Freihafenelbbrücke sowie der Neuen Bahnbrücke Kattwyk, um zusätzliche Erfahrungen mit der modellbasierten Bauwerksprüfung zu sammeln und das Softwaremodul auf dieser Basis weiterzuentwickeln.
Zu den Digitalisierungsstufen:
Level 1 (2D): Mobile, digitale Erfassung der Schäden im 2D-Plan per App auf Smartphone oder Tablet
Diese Methode wurde für alle Brücken eingesetzt, bei denen keine modellbasierte Prüfung vorgesehen war. Die Eingabe erfolgt direkt vor Ort, flexibel per Smartphone oder Tablet. Besonders das Smartphone hat sich bei Prüfungen in schwer zugänglichen Bereichen, etwa beim Klettern, als äußerst hilfreich erwiesen. Trotz kompakter Größe liefert es eine sehr gute Bildqualität, die den Anforderungen einer Schadendokumentation gerecht wird.
Level 2 (3D): Modellbasierte Bauwerksprüfung direkt im digitalen 3D-Modell
In der zweiten Stufe wurde die Prüfung direkt im 3D-Modell durchgeführt. Die Bedienung ist besonders intuitiv: Schäden lassen sich direkt im digitalen Modell verorten, auch an schwer zugänglichen Stellen. Die Orientierung im Raum wird dadurch erheblich erleichtert.
Zunächst erfolgten die Durchführung und Prüfungen mithilfe der Software von m2ing. Aufbauend darauf kann über die geplante REST-API eine automatisierte und medienbruchfreie Datenübertragung an den Digitalen Zwillingen erfolgen. Die REST-API ist ein zentrales Element für die nahtlose Integration der Prüfungsdaten in den Objektzwilling.
Die modellbasierte Dokumentation bringt auch für spätere Bauwerkserhaltung große Vorteile: Schäden sind exakt lokalisiert, was die Planung und Umsetzung von Erhaltungsmaßnahmen deutlich vereinfacht.
Mit der erfolgreich durchgeführten Prüfung aller vorgesehenen Brücken ist ein zentraler Meilenstein auf dem Weg zu einem durchgängigen digitalen Erhaltungsmanagement im Projekt erreicht worden.
