Digitaler Zwilling Haupthafenroute beim 7. TAE Brückenkolloquium vorgestellt

Wie können Digitale Zwillinge den Betrieb und die Erhaltung von Brücken künftig unterstützen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Vortrag von Niklas Schwarz (HPA) und Hubert Naraniecki (MKP) auf dem 7. TAE Brückenkolloquium. Grundlage des Vortrags war der Fachbeitrag „Testfeld Digitaler Zwilling Haupthafenroute Hamburg”, der gemeinsam mit Sabine Reim (m2ing) veröffentlicht wurde.  

 

Anhand des genannten Testfelds zeigten die Referenten, wie Informationen aus Bauwerksprüfung, Monitoring, Diagnostik, Dokumentation und BIM-Modellen in einer gemeinsamen digitalen Umgebung zusammengeführt werden können. Ziel ist es, den Zustand von Infrastrukturbauwerken transparenter abzubilden und datenbasierte Entscheidungen im Erhaltungsmanagement zu unterstützen.  

 

Besonders praxisnah war die Vorstellung der entwickelten Softwareplattform. Sie verfolgt einen föderierten Ansatz, bei dem bestehende Fachsysteme integriert und über standardisierte Schnittstellen miteinander verknüpft werden. Dadurch können Informationen aus unterschiedlichen Quellen gemeinsam genutzt werden, ohne bestehende Arbeitsabläufe grundlegend zu verändern.  

 

Ein weiterer Fokus lag auf der digitalen Bauwerksprüfung als zentrale Informationsquelle für die Zustandsbewertung. Schäden lassen sich bauteilgenau dokumentieren, historisch vergleichen und mit weiteren Zustandsdaten verknüpfen. Dies schafft eine fundierte Grundlage für die Priorisierung von Erhaltungsmaßnahmen und unterstützt ein effizienteres Infrastrukturmanagement.  

 

Das große Interesse der Teilnehmenden und die anschließenden Fachgespräche unterstrichen die Relevanz des Themas für die Infrastrukturbranche. Das TAE Brückenkolloquium bot damit eine wertvolle Plattform, um Erfahrungen aus dem Hamburger Testfeld vorzustellen und den Austausch zu Digitalen Zwillingen im Erhaltungsmanagement weiter voranzubringen.